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Gedenken am Volkstrauertag: „Nicht nur in die Vergangenheit schauen, sondern aus der Vergangenheit lernen!“

Perleberg, den 20.​11.​2025

Traditionell wird am Volkstrauertag der Opfer beider Weltkriege gedacht, so auch in Perleberg.  20 Perleberger, darunter Stadtverordnete, Ortvorsteher und Vertreter der evangelischen Kirche, konnten Bürgermeister Axel Schmidt und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Rainer Pickert am Sonntagvormittag auf dem Evangelischen Waldfriedhof begrüßen.

 

„Traditionell wird in Perleberg alljährlich der Opfer von Gewalt und Krieg gedacht“, so Bürgermeister Axel Schmidt. „Wie wichtig Frieden und Wohlstand ist, sehen wir tagtäglich. Auch welche Auswirkungen Kriege haben.“ Der Bürgermeister weiß, dass einige dieses Gedenken lediglich Einblick in die Vergangenheit sei. „Doch wir dürfen nicht nur in die Vergangenheit sehen, sondern wir müssen auch aus der Vergangenheit lernen.“ Dabei blickt er in die Welt, wo es in jeder Minute einen Krieg gebe – ob in der Ukraine, im Sudan, in Syrien oder im Jemen. All diese Kriege zeigen, welche Auswirkungen Fanatismus und Machtansprüche haben.

 

Allein auf dem Perleberger Waldfriedhof gibt es fünf Kriegsgräberstätten. Bürgermeister Axel Schmidt unterstreicht an Hand von Zahlen, welches Leid die Kriege der kleinen Stadt Perleberg brachte. Über 300 Opfer beider Weltkriege haben hier ihre letzte Ruhe gefunden.

 

„Kriege können nicht der richtige Weg sein!“, so der Bürgermeister. Unter der musikalischen Begleitung des Bläserensembles des Gottfried-Arnold-Gymnasiums legen er und Rainer Pickert einen Kranz am Gedenkstein vor dem Holzkreuz nieder. Gemeinsam mit den Anwesenden gedenken sie der Opfer und Gefallenen beider Weltkriege.

 

Auf dem Perleberger Waldfriedhof sind auch Walter Zander, Willy Voss, Willy Kursch, Heinrich Bonk, Heinz Wienicke und Paul Sill beigesetzt. Die sechs Männer kamen am 21. Januar 1953 in Oranienburg ums Leben, als sie als Mitglieder eines Bergungskommandos beim Versuch einer Bombenentschärfung ums Leben kamen. Paul Sill ist nicht einmal 30 Jahre alt geworden. Dieses Unglück zeige, dass der Zweite Weltkrieg bis in die Gegenwart Auswirkungen habe. 

 

Die dritte Station des Gedenkens am Volkstrauertag 2025 ist der Gedenkstein mit den Namen der über 60 Opfer des Zweiten Weltkrieges. Hier erinnerte der Bürgermeister an Helene Schutzius, die nur 31 Tage alt wurde, am 10. Februar 1945 geboren und bereits am 12. März 1945 gestorben. Mit ihr werde einmal mehr das Leid deutlich, dass der Zweite Weltkrieg der Bevölkerung brachte, als Erwachsene, Kinder und Babys den Tod fanden. 

 

Bürgermeister Axel Schmidt dankt am Ende der Gedenkveranstaltung allen Teilnehmern, dem Bläserensemble des Gymnasiums für die musikalische Umrahmung der Gedenkveranstaltung sowie den Schülern des Gymnasiums und den Mitarbeitern des Stadtbetriebshofes, die in den vergangenen Tagen die Kriegsgräber pflegten. 

 

In der Kapelle des Evangelischen Waldfriedhofes findet anschließend noch ein Gedenkgottesdienst statt, zu dem der Bürgermeister die Anwesenden im Namen der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Perleberg-Land einlädt.

 

Bild zur Meldung: Foto: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill | Bürgermeister Axel Schmidt und Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung Rainer Pickert legen den Kranz nieder

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