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Gebürtige Hamburgerin lebt seit neun Jahren in der Rolandstadt – Bürgermeister Axel Schmidt gratuliert Lydia Tetsch zum 90. Geburtstag

Perleberg, den 06.​03.​2026

Zweimal ist Lydia Tetsch aus der Hansestadt Hamburg gen Osten weggezogen. Das erfährt Bürgermeister Axel Schmidt, als er ihr zu ihrem 90. Geburtstag gratuliert. Einmal Ende der 1950er Jahre und dann vor neun Jahren. Seitdem lebt sie im Betreuten Wohnen des Evangelischen Seniorenzentrums in der Lindenstraße. „Hier kann sie ihr eigenständiges Leben führen, bekommt aber die Hilfe, die sie benötigt“, berichtet ihr Sohn Günter Kummerfeldt. Er selbst wohnt mit seiner Frau in Reckenzin. Ihre insgesamt fünf Söhne und zwei Enkel leben jedoch überall verteilt.

 

Am 4. März 1936 ist Lydia Tetsch in Hamburg geboren, dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. 1958 zog sie in die DDR, zunächst nach Zinnowitz auf die Insel Usedom, später dann nach Hoyerswerda. Hier begann sie ihre Tätigkeit in der Gastronomie, lernte den Beruf einer Köchin, später machte sie ihre Qualifikation zum Gaststättenleiter. Die Konsumgenossenschaft, bei der sie tätig war, übergab ihr dann eine Gaststätte. In ihrem Zimmer steht ein Schwarz-Weiß-Foto, das sie hinter einem Tresen stehend zeigt. Es erinnert sie und ihre Besucher an diese Zeit.

 

Mit der Wende kam das Aus der Konsumgesellschaft und das Ende ihrer Tätigkeit als Gaststättenleiterin. Daher machte sie sich mit ihrem Mann selbstständig. Sie eröffneten Imbissbuden in Hoyerswerda. Ihr Mann verstarb 1998. Dessen Tod und ihre Krebserkrankung zwangen Lydia Tetsch zur Aufgabe. Danach kehrte sie ihrer langjährigen Heimatstadt den Rücken, kehrte im Jahr 2000 in ihre Geburtsstadt Hamburg zurück.

 

Doch mit zunehmendem Alter brauchte sie doch ab und zu etwas Unterstützung. Für Sohn und Schwiegertochter war es nicht immer einfach, nach Hamburg zu fahren. Deshalb holten sie Lydia Tetsch nach Perleberg. Hier fühlt sie sich wohl, berichtet sie dem Bürgermeister.

 

Bild zur Meldung: Foto: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill | Bürgermeister Axel Schmidt (links) mit der Jubilarin Lydia Tetsch und ihrem Sohn Günter Kummerfeldt.

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